Ich komme aus der Finanzwelt, habe Projekte geleitet, Verantwortung getragen und schon früh gelernt, klar zu kommunizieren, Grenzen zu setzen und Entscheidungen zu treffen.
Ich war diejenige, die pünktlich gegangen ist, wenn der Arbeitstag vorbei war – während andere bis spät in die Nacht geblieben sind. Diejenige, die den Raum verlassen hat, wenn gelästert wurde. Diejenige, die gesagt hat: „Mein Stapel ist voll – ich kann das erst am Donnerstag übernehmen.“
Und trotzdem war ich Leistungsträgerin.
Diese Klarheit hat mich durch meine gesamte Karriere getragen. Und genau deshalb habe ich irgendwann gemerkt: Nur weil ich etwas kann, heißt das nicht, dass es gut für mich ist.
Als mein Körper mir gezeigt hat, dass etwas nicht mehr stimmt, habe ich hingeschaut.
Auf meine Antreiber, meine Bedürfnisse und die Mechanismen, die mich stark gemacht haben – und gleichzeitig erschöpft.
Heute begleite ich Frauen, die viel leisten, viel tragen und viel können. Frauen, die nicht „gerettet“ werden müssen, sondern jemanden brauchen, der klar, ehrlich und professionell an ihrer Seite steht – damit sie Entscheidungen treffen, die wirklich zu ihnen passen.